Eine Medizin-Geschichte (nicht) NUR für Frauen
WECHSEL - volle
- Jahre ©
Die sogenannten
"Wechseljahre" vermitteln dem Betrachter - besonders aber
der Betrachterin, die diese Zeit vor sich hat, zunächst zwei gewaltige Aspekte:
es ist etwas sehr dubioses, um dessen körperliche Zusammenhänge die Frau
"in der Regel" zwar recht gut informiert ist, sich aber auch einer
enormen Ver-
unsicherung ausgesetzt sieht, da der Umgang mit diesem lebendigen Teil des
eigenen Seins doch so ganz und gar unterschiedlich dargestellt wird !
Zum anderen wird Frau, besonders wenn sie sich glücklich schätzt in be-
stimmten Kreisen zu sein, der Eindruck vermittelt, erst dann so richtig
ihre
weibliche Kraft, ihr ganzes Potential und Wissen zu entwickeln und sich erst
dann, Kraft ihrer plötzlichen Reife, in den Zustand des wirklichen Selbstwert-
gefühls, der Selbstachtung und des Respekts vor sich selbst und ihrem
Körper zu versetzen.
Es fällt also nicht allzu schwer, die möglichen persönlichen Tragödien,
denen
sich Frau unter Umständen ausgesetzt sieht, zu erahnen - sich vorzustellen,
wie tiefgreifend -immer noch- das Erbe der Mutter an die Tochter weiterge-
geben wird - die eigene Verunsicherung und der gesellschaftliche Umgang
damit dem Mädchen oder der jungen Frau mit auf den Weg gegeben wird !
Die "Wechseljahre"
sind zur Zeit (wieder) ein sehr populäres Thema in den
Medien und erwecken
-soweit halbwegs seriös aufgesetzt- den Eindruck,
nun endlich die Ursachen
zu erklären, all` die möglichen "Begleitumstände"
zu erwähnen
und versäumen es meistens nicht, darauf hinzuweisen, dass
der fachlich
versierte Arzt/die Ärztin sehr wohl in der Lage ist, diesem
Umstand
hilfreich zu begegnen.
Ist das Niveau etwas höher, werden auch -durchaus
sinnvolle- Tipps gegeben,
wie das eigene Körpergeschehen durch eine bewußte
-zusätzliche-
Ernährung günstig unterstützt wird.
Auf einem noch
höheren Niveau werden sogar alternative Umgangsformen,
wie z.B. die
Konsultation eines Heilpraktikers (m/w), die Segnungen der
Homöopathie und
ähnliches vorgestellt.
Und natürlich gibt es auch Empfehlungen zu Büchern,
die dann oft von
Ärztinnen (manchmal auch Ärzten!) oder von
"langjährig erfahrenen"
Jornalistinnen aus wissenschaftlichen
Verlagen herausgebracht werden.
Das alles hat eine wirkliche Veränderung in der gesellschaftlichen
Denkweise bisher aber nicht herbeiführen können.
Immer noch sehen sich die meisten Frauen dem Makel des
"Krankheitsbildes" (>mit diesem Medikament wird es Ihnen schon
besser
gehen...<), oder dem Makel des "Nutzlosen" (> Sie kommen jetzt
in die
Phase, in der Sie keine Kinder mehr kriegen werden..<) ausgesetzt.
Umschreibungen dieses Zustandes wie: "Klimakterium" oder
"Menopause"
sind eher geeignet eine Gänsehaut zu erzeugen - letzteres erweckt sogar
unter Umständen den Anschein, es handele sich um eine vorübergehende
Zeit -- nicht geeignet, eine tiefgreifende Veränderung zu bewirken.
Eine solche Veränderung wäre auf`s Leichteste zu erreichen !
ANGENOMMEN:
eine beliebig große
Anzahl von Großmüttern (oder Großvätern!)
--gleich welchen Alters!--
bittet junge Enkelinen zu sich, um ihnen
die überaus spannende Geschichte
des Lebens auf der Erde zu
erzählen. Sie würden den jungen Mädchen
von der winzigkleinen
Eizelle berichten, die sich schon jetzt als Anlage in
ihrem jungen
Körper befindet. Sie würden von der Entwicklung des
Menschen in all
seinen Lebensabschnitten erzählen, von den Gefühlen, den
körperlichen
Empfindungen, den Irritationen und Zweifeln.
Sie würden von Glücksgefühlen
und Traurigkeit sprechen und
vielleicht hätten sie zu jedem einzelnen Aspekt
eine
Geschichte zu erzählen.
Die Großmütter würden ihre Enkelinen zu
einer Reise einladen und
mit ihnen das Tierreich besuchen. Sie würden
das Heranwachsen
und das Altwerden deutlich sehen können und mit etwas
Glück
könnten sie erleben, wie die einzelne Spezies in ihrer eigenen Weise
stirbt
und den Kreislauf vollendet.
Dann würden die Großmütter ihre Enkelinen
hinausführen, um ihnen
die vielen verschiedenen Pflanzen zu zeigen.
Die
jungen Mädchen würden erkennen, wie viel unendliche Kraft
und Möglichkeiten
die einzelne Pflanze nutzt, um zu wachsen -
ihre eigene Erhaltung in
folgenden Generationen zu sichern
und dann --ohne erkennbares Zögern-- ihre
stofflichen Reste
dem Boden überlässt.
Die Großmütter wüssten aber
auch von vielen Kräften und
Heilwirkungen der Pflanzen zu berichten und
würden sie als
ständig vorhandene Begleiter und Helfer beschreiben.
Und
so würden die jungen Mädchen lernen, dass jede einzelne Phase
ihre
Lebens, jede Empfindung ein richtiger Bestandteil ihrer selbst
ist.
Sie würden lernen, dass Tier- und Pflanzenwelt die gleichen
-eigenen-
Entwicklungen machen und das es eine Unterstützung gibt-
sei es nun zur
Ernährung, zur Heilung oder zur Linderung !
So wie die Menschen sich
selbstverständlich ernähren,
können sie das Selbstverständnis entwickeln,
Pflanzen
z.B. für ihr Wohlbefinden zu nutzen -- basierend auf der
Einstellung, dass
der aktuelle körperliche oder seelische
Zustand nichts Isoliertes in ihrem
Leben ist,
sondern ein natürlicher Aspekt, der auf sanfte Weise
unterstützt
werden kann.
Wenn
die jungen Mädchen nun bemerken, dass sich ihr
Bewußt-sein geöffnet hat
für das Verständnis des Lebens,
und für die Geschenke der sie umgebenden
Natur,
dann würden sie vielleicht die Großmütter nach besonders
kraftvollen
Pflanzen fragen
und
eine Grossmutter würde ihnen wahrscheinlich von der Pflanze
Möchspfeffer
erzählen
!
(Fortsetzung folgt ?!)
© 2000-2009 by:J.L.S. KRÄUTER - FACH(FRAU)MANN
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